Was ist eine Pflegekammer?

Die Pflegekammer ist eine Selbstverwaltung der beruflich Pflegenden in Schleswig-Holstein. Sie wurde 2020 vom Landtag beschlossen. Mit dem Pflegekammergesetz sind der Kammer nun vonseiten des Landes bestimmte Aufgaben gesetzlich übertragen, um die Belange des Pflegeberufs aus der Berufsgruppe selber zu regeln – ähnlich wie das auch bei der Ärztekammer der Fall ist. In Deutschland gibt es noch Pflegekammern in Rheinland-Pfalz, Niedersachsen (in Auflösung) und Schleswig-Holstein (Auflösung in Vorbereitung). Eine weitere Pflegekammer wird in Kürze in Baden-Württemberg hinzukommen.


Was macht eine Pflegeberufekammer?

  • Registrierung der Berufsangehörigen
  • Erlass einer Berufsordnung
  • Berufsaufsicht
  • Statistik und Erhebung von Strukturdaten
  • Weiterbildungsordnung
  • Abnahme von Prüfungen
  • Vergabe von Lizenzen und Zertifikaten (z. B. für Bildungsangebote)
  • Pflegerische Gutachten und Sachverständige
  • Beteiligung bei Gesetzgebung
  • Beratung

Quelle: dbfk.de


Was kann eine Pflegeberufekammer nicht leisten?

  • Sie ist nicht die Interessenvertretung und Stütze der einzelnen Pflegefachperson, wenn es Probleme und Konflikte im Beruf bzw. am Arbeitsplatz gibt.
  • Sie kümmert sich nicht primär um bessere Arbeitsbedingungen.
  • Sie ist nicht zuständig für die fachliche Weiterentwicklung.
  • Sie bietet keine Altersversorgung.
  • Sie verhandelt keine Tarife.
  • Sie führt keine Qualitätsprüfungen in den Einrichtungen durch.

Quelle: dbfk.de


Warum kritisieren wir die Pflegekammer Nordrhein-Westfalen?

Die Probleme in der Pflege löst die Pflegekammer NRW nicht. Die Pflegekammer NRW ist nur ein weiteres Kontrollorgan das weder für mehr Pflegepersonal noch für bessere Bedingungen in der Pflege sorgen kann.